Bluthochdruck - was sagt die Sportmedizin?

Nie bis zum Anschlag

Menschen mit einem zu hohen Blutdruck halten sich bei sportlichen Aktivitäten oft instinktiv zurück. Jede körperliche Anstrengung führt bei ihnen rasch zu einer „roten Birne“ oder einem auffallend „blassen Gesicht“. Ihr Herz rast im Nu, denn der Körper signalisiert, dass ihn selbst mäßige Belastungen schnell überfordern. Nicht gerade ideale Bedingungen, um sportlich aktiv zu werden – sollte man meinen.

Hinzu kommt, dass viele Menschen jenseits der 50 mit Übergewicht und verschiedenen Stoffwechselkrankheiten zu tun haben, die oft mit Bluthochdruck einhergehen und durch anhaltenden Bewegungsmangel mitverursacht werden. Zwar ist die Neigung zu Bluthochdruck (Hypertonie) häufig erblich bedingt, doch ein bewegungsarmer Lebensstil erhöht nachweislich das Risiko, dass die erbliche Anlage auch tatsächlich durchschlägt.

Nichts überstürzen

Bluthochdruck und Sport schließen sich keineswegs gegenseitig aus. Im Gegenteil: Mit Bedacht betrieben und nach Möglichkeit auch fachlich betreut, kann Sport nicht nur helfen, kritische Blutdruckwerte mit der Zeit zu senken und damit den Einsatz von Medikamenten zu verringern. Sport wirkt sich langfristig auch positiv auf die Herz-Kreislaufgefäße aus. Sportlich aktive Bluthochdruckpatienten sind deshalb besser vor Folgekrankheiten wie Arteriosklerose und Herzproblemen geschützt.

Bei bekanntem Bluthochdruck, der überdies schon medikamentös behandelt wird, sollte man vor der Aufnahme sportlicher Aktivitäten jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt sprechen. Am besten, man macht einen sportmedizinischen Belastungstest. Dabei wird dann ermittelt, welche Sportart bis zu welcher Belastungsstärke den größten Nutzen bringen kann.

 
 

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