Curling/Eisstockschiessen

Spätestens seitdem Curling für 1998 Nagano ins Olympische Programm aufgenommen wurde, ist es einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden. In der Vergangenheit wurde Curling meist von einer Gruppe von Eingeweihten gespielt. Zudem gleicht es einer zweiten Sportarten, dem Eisstockschießen, das weitaus einfacher in den Regeln ist und von viel mehr Menschen gespielt wird. Allerdings werden die Anhänger dieser Sportarten jede Ähnlichkeit weit von sich weisen, während die Außenstehenden die Unterschiede kaum auf den ersten Blick erkennen können.

Wo?

Der Ort des Spiels setzt dem Curling ganz enge Grenzen. Denn es kann wettkampfmäßig keineswegs überall dort gespielt werden, wo es Eis gibt, sondern das gefrorene Wasser muss eine hohe Qualität besitzen. Die Curlingspieler sagen dazu, es muss “gepeppelt“, d.h. absolut eben sein. Diese Voraussetzungen kann nur in Curling-Hallen gewährleist werden. Davon gibt es in Deutschland gerade einmal fünf Hallen. Zudem ist die Ausrüstung relativ teuer. Beim Eisstockschießen ist alles viel einfacher, da reicht der See, der zugefroren ist, eine Startmarkierung und ein Stock.

Wie oft?

Für die Häufigkeit der Wettkämpfe gibt es aus körperlicher Sicht keine Grenzen. Jeder Spieler kann so lange spielen, wie er noch nicht müde ist. Allerdings setzt die Psyche dem Curling-Spiel oftmals eine Grenze, denn gerade der Skip (der letzte Spieler in jedem End) ist einer hohen nervlichen Belastung ausgesetzt. Auf ihm lastet der Druck, die richtige Entscheidung treffen zu müssen. Beim Eisstockschießen begrenzt nur die Lust oder die einbrechende Dunkelheit den Wettkampf der Hobby-Sportler.

Was ist zu beachten?

Curling ist ein reiner Mannschaftssport und wird von zwei Teams mit je vier Teilnehmern auf einer Eisfläche von rund 43 Metern Länge und fünf Metern Breite gespielt. In zehn Durchgängen (oder in der Curling-Sprache End) gilt es, den Stein von einer Seite der Eisfläche auf die andere Seite in das Zentrum der Spielfläche, dem Tee, zu schieben. Mit dem Besen können die Steine schneller oder langsamer gemacht und ihre Richtung beeinflusst werden. Jedes Team hat acht Steine pro Durchgang. Die Mannschaft mit dem letzten Stein ist im Vorteil, da sie nicht mehr gestört werden kann. Die Pflicht des Anfangens wechselt nach jedem End an den Gewinner, so dass der Verlierer in den Vorteil kommt. Ein Punkt wird mit jedem Stein erzielt, der besser im Tee liegt als der beste Stein des Gegners.

Das Eisstockschießen ist dagegen viel einfacher zu handhaben. Hier reicht der zugefrorene Teich - im Sommer ein Asphaltstück - und im "Notfall" eine simple Scheibe mit einem Stock, um als Mannschaft, im Weiten- oder im Zieleinzelwettbewerb gegeneinander anzutreten. Jeder der vier Teammitglieder versucht, seinen Stock näher an das Ziel - die Daube - zu legen als der Gegner. Insgesamt gibt es sechs Durchgänge oder sogenannte Kehren. Im Einzel-Wettbewerb zählt nur die Weite - der Weltrekord liegt bei 560 m - oder die Zielgenauigkeit auf wechselnde Ziele.

Weitere Informationen ...

Deutschen Curling-Verband
Geiselgasteig. 68
81545 München
Tel: 089/49918686
Fax: 089/499 18686
e-mail: info(at)curling-dcv.de

Deutschen Eisstock-Verband
St.-Martin-Strasse 72
82467 Garmisch Partenkirchen
Tel.: 0 88 21 / 95 10 0
Fax: 0 88 21 / 95 10 15
e-mail: info(at)eisstock-verband.de

 
 

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