Reiten

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, auf dem Rücken eines Pferdes über die unendliche Weite der Prärie, durch spritzende Gischt am Strand oder auf einsamen Waldpfaden dahin zu galoppieren? Aber auch ohne „Hollywood Flair“ ist der Reitsport etwas ganz Besonderes, das die Nähe zur Natur, die Verbundenheit mit einem Lebewesen und den Spaß an der Bewegung in sich vereint. All dies zusammen bewirkt einen psychischen und physischen Ausgleich zum Alltagsstress. Da Reiten sehr viele verschiedene Varianten beinhaltet, kann jede Altersgruppe das Passende für sich auswählen. Gefordert und gefördert werden vor allem Koordination und Konzentration.

Wo?

In Deutschland gibt es mehr als 7600 Reit- und Fahrvereine und rund 2.500 Mitgliedsbetriebe mit qualifizierten Übungsleitern, wovon die meisten das Reiten als Freizeitsport betreiben. Ein erster Anlaufpunkt bei der Suche nach Trainingsmöglichkeiten ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung. Alle Pferdesportvereine können deutschlandweit per Postleitzahlensuche gefunden werden. Zum Reinschnuppern oder Wiedereinsteigen bieten die meisten Vereine zeitlich begrenzte Kurse an, bevor man sich für eine Mitgliedschaft entscheidet. Außerdem veranstalten zahlreiche Urlaubsbauernhöfe geführte Ausritte oder Ausflüge.

Wie oft?

Sich einfach auf ein Pferd zu setzen und drauflos zu reiten, ist für Ungeübte nicht zu empfehlen. Um die richtige Technik zu erlernen, sollte unbedingt eine intensive Grundausbildung oder Schulung absolviert werden. Hierbei wird dem Anfänger alles „Rund ums Pferd“ erklärt und gezeigt. Nach Striegeln und Satteln wird auf der Bahn, oft zu Beginn an der Longe (Leine, an der das Pferd geführt wird), das richtige Bewegungsmuster erlernt und die Koordination geschult. Wenn Reiter und Pferd eine Einheit bilden sollen, dann ist ein mehrmaliges Training pro Woche unerlässlich. Wem das zu zeitintensiv ist und wer schon zu den Fortgeschrittenen zählt, kann die Trainingszeiten etwas reduzieren. Beim Reiten wird vor allem die Rücken- und Bauchmuskulatur gefordert und gestärkt. Wichtig ist eine gute Grundkondition – sowohl des Pferdes als auch des Reiters.

Was ist zu beachten?

Reiten im richtigen Maß ist eine empfehlenswerte Sportart für alle Altersgruppen – mit einer Einschränkung. Wer an Osteoporose leidet, sollte sich wegen der Sturzgefahr nicht auf ein Pferd setzen. Ansonsten kann der Reitsport auch mit gesundheitlichen Einschränkungen betrieben werden. Mit einem technisch einwandfreien Sitz können sich sogar Menschen mit Rücken- oder Hüft- und Knieproblemen in den Sattel setzen. Zudem ist das Reiten auch für leicht Übergewichtige sehr Gelenk schonend.
Reiten ist ein aufwändiger Sport, bei dem eine gute Ausrüstung und eine gute Reitausbildung sehr wichtig sind. Ein guter Helm ist die beste Versicherung dafür, dass die meisten Stürze glimpflich abgehen. Ansonsten brauchen Sie noch ein paar feste Schuhe oder Stiefel, alle anderen Utensilien wie Sattel, Gerte usw. werden vom Verein gestellt. Wer im Urlaub reiten möchte, sollte das nur unter qualifizierter Anleitung tun.

Weitere Informationen ...

Deutsche Reiterliche Vereinigung
Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
Fédération Equestre Nationale (FN)
Freiherr von Langen-Straße 13
48231 Warendorf
Telefon: (0 25 81) 63 62 - 0
Telefax: (0 25 81) 62 144
E-Mail: fn(at)fn-dokr.de

 
 

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