Diabetessport in der Gruppe

Da Typ-2-Diabetiker sehr häufig auch mit Übergewicht, Bluthochdruck und Herzproblemen zu kämpfen haben, müssen sie bei sportlichen Aktivitäten einige wichtige Dinge beachten.

  • Bevor mit einem Training begonnen wird, sollte ein ärztlicher Belastungstest gemacht werden. Dabei geht es auch um Hinweise, welche Art von Belastung (zunächst) vermieden und welche sonstigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten.
  • Sehr zu empfehlen ist die Teilnahme an einer professionell geleiteten Diabetes-Sportgruppe. Hier stellen speziell ausgebildete Übungsleiterinnen und -leiter die optimale Mischung aus Kraft- und Ausdauersport zusammen und haben ein geschultes Auge auf die persönlichen Belange der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  • Wichtig ist, langsam in ein sportliches Training einzusteigen und dadurch übermäßige Belastung etwa des Herzens und der Gefäße zu vermeiden. Der Körper muss sich erst an die zwar gesunde, aber ungewohnte Beanspruchung gewöhnen. 
  • Bei starkem Übergewicht sollte der Schwerpunkt der Aktivitäten (zunächst) auf Krafttraining und einer Ernährungsumstellung liegen. Nach und nach können Elemente aus dem Ausdauersport hinzukommen.
  • Wer Insulin spritzt oder blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, muss auf eine mögliche Unterzuckerung beim Sport achten.
  • Bei Übungen zur Kräftigung der Muskulatur ist es für Sportaktive mit Bluthochdruck ratsam, Pressatmung zu vermeiden.
  • Wichtig ist außerdem, sich gute Sportsuche auszusuchen, damit es an durch den Diabetes vorgeschädigten Füßen nicht zu unnötigen Verletzungen kommt.

Dick aber fit

Entgegen der Hoffnung vieler Einsteiger in den Gesundheitssport werden die überschüssigen Pfunde keinesfalls innerhalb weniger Wochen nur so purzeln – zumal Muskeln mehr wiegen als Fett. Das dauert und sollte sich schon aus gesundheitlichen Gründen über eine längere Zeit hinziehen. Crash-Diäten sind gefährlich, die allmähliche Umstellung auf eine ausgewogene Ernährungsweise zahlt sich erst nach und nach aus.

Sport tut dem Glukosestoffwechsel aber auch dann gut, wenn man einige Pfunde zuviel mit sich herumträgt. Der Diabetologe Wolf-Rüdiger Klare bringt dies auf die Formel: „Lieber fett und fit, als schlank und schlapp!“ Anders gesagt: Übergewichtige mit guter Fitness haben eine geringere Sterblichkeit als Normalgewichtige mit schlechter körperlicher Leistungsfähigkeit.

Sportgruppen

 Auf der Suche nach einer guten Diabetessport-Gruppe hat meist der behandelnde Arzt einen guten Tipp vor Ort. Anderenfalls lohnt es sich, beim Behindertensportverband des jeweiligen Bundeslandes anzurufen und sich nach regionalen Angeboten zu erkundigen.

Die Portale der einzelnen Landesverbände bieten auch eine Online-Suche an - siehe dort rechts im Kasten „Rehasportgruppen in Deutschland“

 
 

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