Seit 50 Jahren im Verein

Früher Hockey – heute Tennis

»Kleine Zipperlein hatten wir hier natürlich alle«, sagt der 67-jährige Klaus Heyer über seine alte Gruppe beim Kölner Hockey- und Tennisclub. Hier hat er Jahrezehnte lang Feldhockey in der Mannschaft und nebenbei auch regelmäßig Tennis gespielt. »Aber irgendwann haben die Wehwehchen überhand genommen, und da mussten wir Ältesten uns entscheiden: Entweder richtig Hockey spielen oder gar nicht mehr.«

Mit 65 fiel dann die Entscheidung, und Klaus Heyer sowie einige seiner gleichaltrigen Mitstreiter beschlossen schweren Herzens, das Hockey aufzugeben und nur noch Tennis zu spielen.

Große Verbundenheit

Der ehemalige »Außendienstler« fing im Alter von sieben Jahren mit dem Hockey an. Ende der 40er Jahre noch beim BTHC in Braunschweig, ab dem Umzug der Familie nach Köln in den 50er Jahren dann beim KTHC. »Ich spiele seit mehr als 50 Jahren im selben Verein Hockey und Tennis.«

Die lange Verbundenheit geht darauf zurück, dass der Großteil der Hockeysenioren seit Jugendtagen zusammen gespielt hat. Wie viele seiner Mannschaftskollegen durchlief Klaus Heyer alle Jugendmannschaften des KTHC und spielte auch in der 1. Mannschaft. »So ab Mitte 30 sind wir dann kürzer getreten und haben angefangen, auch ein bisschen Tennis zu spielen. Aber weniger wettkampfmäßig, sondern just for fun.«

Im Laufe der Jahre stießen regelmäßig jüngere Senioren zur Gruppe, und so kam es, dass das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft immer größer wurde. Mit Mitte Sechzig wurde es zunehmend beschwerlich, mit den Vierzig- und Fünfzigjährigen mithalten zu müssen. »Ich hätte gerne noch weiter Hockey gespielt«, sagt er. »Aber wenn du immer weniger gleichaltrige Mitspieler und Gegner findest, macht es irgendwann keinen Spaß mehr.«

Vor fünf Jahren lag der Altersschnitt der Gruppe noch bei rund 60 Jahren und war damit in ihrem Leistungsgefüge recht homogen. Damals waren eher die fehlenden gleichaltrigen Gegenspieler das Problem. »Im Umkreis gab und gibt kaum andere Mannschaften in unserem Alter, so dass wir nur noch selten gegen eingespielte Vereinsmannschaften, sondern meist gegen zusammengewürfelte Stadtmannschaften antreten mussten.«

Weniger Wettkampf, mehr Spaß

»Für mich war das gesellige Beisammensein immer wichtig«, sagt Klaus Heyer. Im Sommer wurde einmal pro Woche abends trainiert, im Winter gab es jeden Sonntagvormittag »Rum-Hockey«, was so viel bedeutet wie: »Wir spielten draußen, und in der Halbzeit stärkten wir uns mit Tee und einem guten Schuss Rum. Dann spielten wir noch ein bisschen, und danach saßen wir noch ein Weilchen gemütlich beisammen.«

Die Gemeinschaft sucht er immer noch: »Seit zwei Jahren spiele ich nun mit einer Handvoll anderer Ex-Hockeyspieler nur noch Tennis im Club. In unserer Gruppe spielt sogar ein 82-jähriger, aber der Altersschnitt liegt zwischen 65 und 70. Das passt besser, und wir haben viel Spaß – obwohl oder vielleicht sogar weil der Wettkampf in den Hintergrund getreten ist.«

Tennis spielt Klaus Heyer nun ein- bis zweimal pro Woche. Außerdem steigt er täglich für ein bis zwei Stunden auf sein Fahrrad, und auch zu Fuß ist er viel unterwegs. »Ich brauche das«, sagt er. »Sonst werde ich unruhig und fühle mich körperlich unwohl. Ich bin und bleibe körperlich aktiv. Und so soll’s auch bleiben.«

 
 

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